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Diane Keaton: «Es ist schwer, liebe Menschen zu verlieren»

Die Komödie «Book Club» erzählt auf ebenso komische, wie berührende Weise, dass es nie zu spät ist, das nächste Kapitel im Leben aufzuschlagen – mit Jane Fonda, Mary Steenburgen, Candice Bergen … und Diane Keaton.

«In meiner Vergangenheit hatte ich das Glück, viele unsichere Frauen zu spielen, und auch Diane gehört zu dieser Sorte,» sagt Diane Keaton. «Sie hat gerade ihren Mann verloren und hat diese zwei Töchter, die sie gewissermassen erziehen. Sie versuchen sie zu verändern. Sie ist irgendwie verloren, weiss nicht genau, was sie tun soll oder wie sie damit klarkommt. Auch wenn ihre Freundinnen sie unterstützen, ist sie dabei, aufzugeben. Erst als sie diesen Mann kennenlernt, verändert sich alles für sie. Sie verliebt sich sofort in ihn.» – Und dieser Mann ist Mitchell – gespielt von Andy Garcia, mit dem Keaton schon für «The Godfather III» vor der Kamera gestanden ist. «Er ist grossartig in diesem Film. Aber ihre Beziehung verkompliziert sich und hier zahlt sich nun die Hilfe ihrer Freundinnen aus, die sie geprägt haben,» so Keaton weiter. «Denn sie sind alles, was dir bleibt, nachdem so viele Menschen aus deinem Leben verschwunden sind. Ich bin 72, was ich auch spiele, und es ist schwer, geliebte Menschen zu verlieren. Dann übernehmen deine Kinder das Steuer und behandeln dich wie ein Kind. Das ist ziemlich unangenehm. Du wirst unsicher, hast Angst und machst dir Sorgen. Das war eine Rolle, mit der ich mich sehr leicht identifizieren konnte.»