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«Grinch»-Produzent: «Diese Geschichte wird einfach nie alt»

Der Illumination-Entertainment-Boss Chris Meledandri hat nicht nur Kinohits wie «Pets», «Sing» oder die «Despicable Me»-Reihe geschaffen, sondern mit «Horton Hears a Who» und «The Lorax» schon zwei Dr. Seuss-Vorlagen verfilmt.

Chris Meledandri kann seine Begeisterung für herrlich unangepasste Figuren auf den Grinch zurückverfolgen: «Von einem sehr frühen Alter an fühlte ich mich zu Figuren hingezogen, die eine böse Seite an sich hatten. Vor allem zu Figuren, denen man gerne zusieht, wie sie diese Seite ausleben, am Ende aber zu ihrer guten Seite zurückfinden», sagt Meledandri. «In vielen Filmen von Illumination gibt es eine ganze Reihe wiederkehrender Figuren, die alle etwas Besonderes und einen gewissen Biss haben. Dafür war ‘Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat’ absolut prägend für mich, denn ich wuchs in einem Haushalt auf, in dem es reichlich Dr. Seuss-Bücher gab.» Aber es war das 1966 erstmals ausgestrahlte, berühmte CBS-Fernsehspecial von Chuck Jones mit der Stimme von Stummfilmstar Boris Karloff, das Meledandri am meisten beeindruckte: «Dieses Chuck Jones-Special war jedes Jahr das untrüglichste Zeichen dafür, dass Weihnachten wieder vor der Tür stand», sagt er. «Es wurde bei uns zuhause zu einer absoluten Weihnachtstradition.» Meledandri setzte diese Tradition später fort, als er eine eigene Familie hatte: «Geschichten wie diejenige vom Grinch erzählt man zwar seinen Kindern, aber man hat wegen dieser subversiven, rebellischen Seite der Figur auch selbst Spass daran. Diese Geschichte wird einfach nie alt. Es gibt da etwas an diesem Humor, das mich sehr begeistert, egal wie oft ich die Geschichte schon gelesen oder die Figur des Grinchs schon gesehen habe.»