Interview

Regisseur Luc Besson: «Ich wollte nur noch Valerian sein»

Viele Jahre vor seiner Berufstätigkeit als Regisseur war Luc Besson als kleiner Junge fasziniert von der Comicreihe «Valérian et Laureline», die er nun mit viel CGI-Technik verfilmt hat.

«Als Zehnjähriger ging ich jeden Mittwoch zum Zeitungskiosk», erinnert sich Luc Besson. «Und eines Tages entdeckte ich dort ein Comic-Magazin namens Pilote. Ich dachte nur, ‚lieber Himmel, was ist denn das?’ Und genau an diesem Tag verliebte ich mich in Laureline, wollte ich nur noch Valerian sein.» Es dauerte nicht lange, bis Besson der fesselnden Comicreihe absolut verfallen war. Am Ende hatte er alle 22 Bände verschlungen, die vom Franzosen Pierre Christin geschrieben und von dessen Landsmann Jean-Claude Mézières aufregend bebildert wurden. «Es waren die 1970er Jahre, und erstmals sahen wir hier diese moderne junge Frau, die sich zur Wehr setzen und richtig austeilen konnte», blickt Besson zurück. «Hier ging es nicht um einen Superhelden mit wehendem Umhang. Alles war im Ton leichter, unbeschwerter und amüsanter, weil Valerian und Laureline im Grunde wie zwei ganz normale Cops von heute waren. Abgesehen davon, dass die Geschichten im 28. Jahrhundert spielten, und alles seltsam, bizarr und fantastisch war.»